Gedenkfahrt nach Auschwitz 2019 - www.viktoriaschule-aachen.de

Login

Login





Kontakt

Schulleiter:

Herr OStD i.K. Axel Schneider

Stellvertretende Schulleiterin:

Frau StD' i.K. Birgit Morjan-Drees

 

Unterstufenkoordinatorin:

Frau Katharina Kluge

Mittelstufenkoordinator:

Herr Jörg Schleifer

Oberstufenkoordinator:

Herr Dr. Karl-Wilhelm Schmidt

 

Sekretariat: Mail

Tel.: +49 241 94619-0

Fax: +49 241 94619-31

 

Schülerkrankmeldungen

bis 9 Uhr:

Tel.: +49 241 94619-39

 

Viktoriaschule

Gymnasium der Evangelischen Kirche im Rheinland - Staatlich anerkannte Ersatzschule

Warmweiherstr. 4-8

52066 Aachen

AG-Kurzübersicht

Aktuelle AG-Wochenübersicht für Sport-, Zirkus- und Theater-AGs (Größe: 142 kB; Downloads bisher: 224240; Letzter Download am: 22.07.2019)

 

Gesamtübersicht AGs im Schuljahr 2018/19, Stand: 19.03.2019 (Größe: 80 kB; Downloads bisher: 213679; Letzter Download am: 22.07.2019)

 

Aktuelle Auftritte des Circus Configurani, Stand: Juni 2019 (Größe: 100 kB; Downloads bisher: 199530; Letzter Download am: 22.07.2019)

.

Gedenkfahrt nach Auschwitz 2019

Dieses Jahr begann unsere Gedenkfahrt nach Auschwitz am 13.05.2019. In Begleitung von Frau Nemnich und Herrn Kohring reisten 20 SuS der Jahrgangsstufe EF zunächst nach Krakau und von dort aus in die polnische Stadt Oswiecim. Um bereits den Ankunftstag zu nutzen besichtigten wir direkt nach der Ankunft die Synagoge von Oswiecim. Sie ist heute nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Museum, das sich mit der Geschichte der Juden von Oswiecim auseinandersetzt. Die interessante Führung sollte nun einen Rahmen für die anstehenden Tage bilden.

 

Auschwitz2019_01

 

In unserer Unterkunft, dem „Zentrum für Dialog und Gebet", sahen wir abends den eindrucksvollen Film „Nackt unter Wölfen", der die Gruppe sehr bewegte und zu einer ersten intensiven Gesprächsrunde führte. Allen Teilnehmern war nun plötzlich klar, wo wir waren und um eine Schülerin zu zitieren, fühlten sich einige „fehl am Platz" und empfanden Gefühle der Scham und der Schuld.
Am folgenden Morgen besuchte die Gruppe das Stammlager Auschwitz. Im Rahmen einer vierstündigen Führung kam es zur Konfrontation mit den unmenschlichen Taten der Nationalsozialisten. Die Darstellungen von Frau Lucyna Filip, Historikerin aus Oswiecim, waren aufgrund des Ortes realistisch und beängstigend. Sie beschrieb, wie tausende von Juden in unmenschlichen Bedingungen arbeiteten und leben mussten. Den emotionalen Abschluss des Lagerbesuchs bildeten die Gaskammern und Krematorien. Am Nachmittag des gleichen Tages bekam die Gruppe die Gelegenheit mit einer Zeitzeugin zu sprechen. Frau Zdzisława Włodarczyk erzählte zunächst von ihrer Kindheit, die sie in verschiedenen Konzentrationslagern verbringen musste und gab den Schülerinnen und Schülern anschließend die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Das 3,5-stündige Gespräch war zwar anstrengend, aber durch die eindrucksvollen Schilderungen und die Freundlichkeit und Offenheit von Frau Włodarczyk sehr prägend. Darüber war sich die Gruppe in der abendlichen Gesprächsrunde einig.

 

Auschwitz2019_02

 

Mit dem Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau am dritten Tag der Gedenkfahrt wurde allen Beteiligten ganz besonders bewusst, zu welchen menschenverachtenden Verbrechen es während der NS-Herrschaft gekommen war. Auch im Laufe dieser Besichtigung brachte Frau Filip den Schülerinnen und Schülern die Schicksale und die Schmerzen der nach Auschwitz-Birkenau deportierten Menschen sehr authentisch nah. Allen Beteiligten war die belastende und bedrückende Stimmung dieses Ortes deutlich anzumerken.
Am Nachmittag des gleichen Tages hatte die Gruppe erneut die Möglichkeit, das Stammlager zu besuchen. In Kleingruppen besichtigten die Schülerinnen und Schüler die Länderausstellungen, konnten eigene Schwerpunkte bei ihrer Besichtigung wählen und den Ort auf sich wirken lassen.
Am Abend wurde unsere Reflexionsrunde von Pater Manfred Deselaers erweitert. Pater Deselaers, der ursprünglich aus Mönchengladbach kommt, hat das „Zentrum für Dialog und Gebet" mit aufgebaut und lebt seit 1990 in Oswiecim. Die von ihm gesetzten Impulse („Wenn ich damals gelebt hätte, was hätte ich wohl getan?") regten die Gruppe erneut zum Nachdenken an.

 

Auschwitz2019_03


Den Abschluss dieser Gedenkfahrt bildete ein Besuch der Stadt Krakau. Um den oben angesprochenen Rahmen zu schließen, begannen wir die Führung im Kazimierz, dem jüdischen Viertel von Krakau und erfuhren erneut viel über das jüdische Leben und die jüdische Kultur. Nach dem Besuch des Wawelschlosses und endete die Stadtführung auf dem Rynek, dem zentralen Marktplatz mitten im alltäglichen Trubel. Der Krakau-Besuch sorgte nicht nur für einen räumlichen Abstand zum den Stätten des Holocaust, sondern auch für eine emotionale Distanz zu den traurigen Erfahrungen in Oswiecim.
Mit der Heimreise am Freitag endete eine sehr produktive Gedenkfahrt mit vielen Eindrücken, die sicherlich auch noch in den kommenden Wochen immer wieder mal Thema der Gruppe sein werden.
Ein herzliches Dankeschön richten wir an den Förderverein der Viktoriaschule, der uns finanziell unterstützte!



Autor: mentjes -- 05.07.2019; 18:59:39 Uhr

Dieser Artikel wurde bereits 111 mal angesehen.



.