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Viktoriaschule

Gymnasium der Evangelischen Kirche im Rheinland - Staatlich anerkannte Ersatzschule

Warmweiherstr. 4-8

52066 Aachen

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Schuljahr 2013/14: Da Capo Classic 2014 - ein Rückblick

Da Capo Classic 2014, Bild 1

 

Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen der Evangelischen Kirche im Rheinland in zwei gemeinsamen Konzerten
Das „Da capo“-Orchester und der „Da capo“-Chor bestanden diesmal aus fast 80 Mitwirkenden aus 9 Schulen der EKiR. Früher sprach man in der Politik von einer „konzertierten Aktion“, wenn Vertreter aus den Parteien und unterschiedlichen Verbänden (Gewerkschaften, Industrie) sich an einen Tisch setzten, um gemeinsame Ziele zu formulieren und umzusetzen:
Ähnlich ging es bei Da-capo in Cochem an der Mosel zu:
Zwei Lehrerinnen und fünf Lehrer sowie äußerst unterschiedliche, aber allesamt besonders musikalisch begabte Schülerinnen und Schüler aus Schweich, Meisenheim, Hilden - zum ersten Mal war auch die Realschule beteiligt! - Kaiserswerth, Dierdorf, Bonn-Bad Godesberg, Aachen und Herchen, die sich nur von einem einzigen Vorprobentag im Januar her kannten, arbeiteten intensiv und führten dann zwei bemerkenswerte Konzerte in Schweich und tags darauf in Düsseldorf-Kaiserswerth auf.


Da Capo Classic 2014, Bild 4

 

Eine solche konzertierte Aktion bedarf großen logistischen Aufwands, schon die Organisation der Busfahrten und der Übernachtungen ist aufwändig, ganz zu schweigen von der Aufgabe, Menschen die noch nie zusammen Musik gemacht haben, zu einem geschlossenen „Klangkörper“ zu formen. Das fing oft ganz klein, im Detail an, die Rheinländer z.B. mussten lernen das Wort „Herr“ nicht wie „Härr“ zu singen und es dauerte Tage, allein dieses Detail zu verbessern.
Aber gerade, weil dieser Prozess so aufwändig ist (vielleicht doch besser: aufwendig?), wurde das Ergebnis hochklassig: Die Chorstücke des Da-capo Chores (Palestrina: „Sicut cervus“ und Reger: „Nachtlied“ und Mendelssohn: „Verleih und Friesen gnädiglich“) waren von unglaublicher Intensität und anrührend zugleich. Welche Arbeit dahintersteckt, einen Chor und die exzellenten solistischen Beiträge der Choristen natürlich und ehrlich klingen zu lassen, konnte man in der Probenarbeit unter Urs Wörner aus Aachen beobachten. Genauso detailversessen gingen auch Imke Frobeen, Holger Knöbel, Julian Franke und Klaus Winkler zu Werke.

 

Da Capo Classic 2014, Bild 2

 

Überhaupt hatte die „konzertierte Aktion“ Da capo 2014 ihren besonderen Wert diesmal auch darin, dass über das gemeinsame Musikmachen Persönlichkeitsbildung betrieben wurde. Der hervorragende Cellist im Cellokonzert von Porpora z. B. gewann immer mehr an Selbstbewusstsein, Sicherheit und Bühnenpräsenz, die Bratschengruppe fing an, ihre Stimmen nachzusingen und dann auch auf dem Instrument zu singen und sogar zu genießen, die Bläsergruppe lernte jeden Tag mehr aufeinander zu hören, die Harmonie im Bläsersatz zu perfektionieren.

 

Da Capo Classic 2014, Bild 3

 

Diese Entwicklung von „Sekundärtugenden“ (z.B. Pünktlichkeit bei den Proben, Pünktlichkeit und Genauigkeit der Instrumenten-Einsätze im Konzert, Genauigkeit bei der Wahl des eigenen Tones, den man auf dem Instrument erzeugt usw.), all diese Elemente, die die Persönlichkeit der jungen Musiker weiterentwickeln und die man buchstäblich von Tag zu Tag beobachten konnte, machten vielleicht das eigentlich Wertvolle der Musikwoche aus: Persönlichkeitsbildung durch Musikmachen.
Die musikalisch sehr beeindruckenden Ergebnisse (z.B. zwei nicht ganz leichte Sätze einer Schubert- Sinfonie, Mendelssohn-Stücke op. 96 für Chor und Orchester, aber auch moderne Arrangements für 5 Trompeten oder ein Spiritual für Chor und Orchester) bewirkten das, worauf die Musiker hingearbeitet hatten: „Standing ovations“ in einer akustisch hervorragenden Kirche in Kaiserswerth und ein bewegtes Publikum in der Barockkirche in Schweich, das in die „konzertierte Aktion“ eingebunden wurde.

In Zeiten „einer zunehmenden Vereinzelung mit diesem schulübergreifenden Bildungsangebot ein Zeichen zu setzen“, so lautete der Text des Programmheftes, ist Ziel von Da-Capo.
Ein besonderer Dank geht an die Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die die „konzertierte Aktion“ mit einer großzügigen Förderung ermöglichte und unterstützte.

Dr. Klaus-Jürgen Zöllner



Autor: mentjes -- 28.05.2014; 19:05:28 Uhr

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