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Mittelstufenkoordinator:

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bis 9 Uhr:

Tel.: +49 (0)241 94619-39

 

Viktoriaschule

Gymnasium der Evangelischen Kirche im Rheinland - Staatlich anerkannte Ersatzschule

Warmweiherstr. 4-8

52066 Aachen

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Begabtenförderung an der Viktoriaschule

Dass in der Begabtenförderung etwas geschehen muss, ist seit einigen Jahren immer mehr ins Bewusstsein der Schulen gerückt, aber sie ist vielerorts noch völliges Neuland oder erst in den Anfängen begriffen. Rahmenbedingungen, die eine individuelle Förderung von begabten Schülern und Schülerinnen ermöglichen, mussten gefunden werden. Denn so unterschiedlich sie sind, so unterschiedlich muss auch die Annäherung des Pädagogen an eine Begabte oder einen Begabten ausfallen.

Zwei Prinzipien haben sich bei der Unterstützung der Begabten bewährt:

  • Akzeleration - die Beschleunigung des Weges zum Abitur durch Überspringen von Klassen
  • Enrichment - höhere Leistungsanforderungen.

Akzeleration

Die Fördermaßnahme der Akzeleration sieht das Überspringen einer Klasse vor. In Erprobungs- und Zeugniskonferenzen sowie in den Konferenzen der Mittelstufenklassen wird regelmäßig darüber beraten, ob besonders motivierten und leistungsstarken Schülern und Schülerinnen das Überspringen einer Klasse vorgeschlagen werden soll. In jedem Schuljahr finden sich Schüler, die diese Fördermaßnahme wahrnehmen. Prinzipiell kann in der Sekundarstufe I jede Klasse übersprungen werden, am häufigsten wird der Wechsel in die nächst höhere Jahrgangsstufe am Halbjahrsende von Klasse 7 vorgenommen. So können die Schüler sich zunächst mit der zweiten Fremdsprache auseinandersetzen, dann kann nach einigen Erfahrungen mit diesem zusätzlichen Fach eine fundierte Entscheidung für den Wechsel erfolgen.


Enrichment

Die Maßnahme des Enrichment sieht vor, Schülerinnen und Schüler in ihrem Klassenverband zu belassen, sie jedoch unterrichtsergänzend oder innerhalb des regulären Unterrichts durch binnendifferenzierte Maßnahmen zu fördern.
In diesem Zusammenhang hat das Drehtürmodell als Möglichkeit der individuellen Förderung Einzug in den Schulalltag gehalten. Schülerinnen und Schüler nehmen in Absprache mit Fachlehrern und Klassenlehrern am Unterricht einer anderen Klasse teil oder arbeiten während des regulären Unterrichts einige Stunden pro Woche an selbstgewählten Projekten.

 

Französisch und Latein parallel lernen

Eingerichtet wurde das Drehtürmodell an der Viktoriaschule vor zwei Jahren mit dem Fremdsprachen-Tandem, um die Lernmotivation besonders sprachbegabter Schüler und Schülerinnen zu fördern. Die beiden zweiten Fremdsprachen Latein und Französisch werden im Tandem parallel erlernt. Dazu besuchen die Schüler und Schülerinnen zwei Stunden pro Woche den Französisch- und zwei Stunden den Lateinunterricht. Mit ihrem vorab bestimmten Lernpartner tauschen sie sich regelmäßig über Thema, Ergebnisse und Hausaufgaben der beiden „versäumten“ Wochenstunden aus. Die Klassenarbeiten schreiben die Schüler und Schülerinnen in beiden Fächern mit. Inzwischen lernen 17 Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen 6 bis 9 parallel Französisch und Latein.


Ideen entwickeln und erarbeiten

Seit diesem Schuljahr arbeitet im Rahmen des Drehtürmodells eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen an selbstgewählten Projekten. Sie verlassen mittwochs in der 4. und 5. Stunde den regulären Unterricht, um an Fragestellungen und Problemen aus den Bereichen Geschichte, Musik und Naturwissenschaften zu arbeiten und zu forschen. Die Ergebnisse, die als Hausarbeit schriftlich dargelegt werden, wollen die Schüler und Schülerinnen bei Wettbewerben wie Jugend forscht oder dem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten einreichen. Sich eine Aufgabe zu stellen, ein bislang ungelöstes Problem zu formulieren oder ein Thema mit einem regionalen Bezug zu finden, war die erste Hürde, die es in den Mittwochsstunden zu nehmen galt. Inzwischen sind die Aufgabenfelder abgesteckt, sodass die Schüler mit Recherchen und Versuchsreihen beginnen können.
Neben der fachlichen Forschungsarbeit trainieren die Schüler und Schülerinnen hier selbständiges Lernen und werden mit Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht. Darüber hinaus sind sie dazu verpflichtet, Rechenschaft über ihre Lernleistungen abzulegen, indem sie Arbeitspläne und Lern- bzw. Arbeitsprotokolle anfertigen sowie ein Produkt vorlegen. Außerdem müssen sie die Inhalte des regulären Unterrichts verfolgen und nacharbeiten, Hausaufgaben machen, Tests und Klassenarbeiten mitschreiben.


Jeder kann mitmachen

Das Drehtürmodell lässt nicht nur viele verschiedene Möglichkeiten der individuellen Förderung zu, sondern ist offen für interessierte, motivierte und anstrengungsbereite Schüler und Schülerinnen. Stets willkommen sind Ideen und Projektvorschläge von Schülern, die zusätzlich und über den alltäglichen Unterricht hinaus sich interessanten, originellen, kreativen oder noch nicht gelösten Aufgaben stellen wollen.



Autor: mentjes -- 29.12.2014; 12:33:05 Uhr

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