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Schulleiter:

Herr OStD i.K. Axel Schneider

Stellvertretende Schulleiterin:

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Mittelstufenkoordinator:

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Tel.: +49 (0)241 94619-0

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bis 9 Uhr:

Tel.: +49 (0)241 94619-39

 

Viktoriaschule

Gymnasium der Evangelischen Kirche im Rheinland - Staatlich anerkannte Ersatzschule

Warmweiherstr. 4-8

52066 Aachen

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Vorstellung der Viktoriaschule

I. Geschichte und Tradition im Schatten des Aachener Domes

Am 25. April 1870 begann für 34 Schülerinnen ihr erster Schultag in der „Evangelischen höheren Töchterschule“ und so konnte die Viktoriaschule in diesem Jahr ihren 135.Geburtstag feiern.

 

Burtscheider Viadukt

(Bild 1: Das „Burtscheider Viadukt“ von 1840. Im Vordergrund liegt heute die Viktoriaschule)

 

Die lange Geschichte, auf die unsere Schule zurückblickt, ist im Schulalltag heute sicherlich nicht sonderlich spürbar oder der Schulgemeinde bewusst, nicht einmal das heutige Gebäude erinnert in irgendeiner Weise an ein wilhelminisches Gymnasium, schon gar nicht an ein Mädchen-Gymnasium, gleichwohl verdient die eigene lange Geschichte im Schatten der in Aachen vergleichsweise übermächtigen Erinnerungskultur des Aachener Domes und der auf Gründungen Karls des Großen zurückgehendenden Schulen auch in noch so fortschrittlichen Zeiten Beachtung. Sich dieser Geschichte bewusst zu sein, dient nicht der formalen Traditionspflege, wohl aber der Erinnerung an Geist, Mut und Ideen der Gründer der jetzigen Viktoriaschule, und damit dazu, das eigene Denken und Handeln gründlich und kritisch zu überprüfen.
Im Schatten des Domes und seiner mächtigen katholischen Gemeinde errichtete vor über 135 Jahren die kleine Gemeinde evangelischer Aachener Bürger eine Schule, die der Bildung und Erziehung evangelischer Mädchen dienen sollte.
Damit begann eine Tradition und Geschichte in Aachen, die nicht im katholischen Rheinbund, geschweige denn in Aachen beheimatet war, vielmehr im fernen Preußen. Protestanten waren in Aachen nicht willkommen. Die Geschichte des Protestantismus in Aachen ist nach der Reformation bis zum Wiener Kongress nämlich von Verfolgung und Vertreibung geprägt, obwohl die Stadt den protestantischen Zuwanderern eine blühende Tuchindustrie und ein reiches Metallhandwerk verdankte.
Erst nach dem Wiener Kongress, als die Rheinprovinz Preußen zugeschlagen wurde, durften Protestanten in Aachen eine eigene Gemeinde gründen. Jahrzehnte lang hatten sie ihre Gottesdienste nur in dem angrenzenden niederländischen Vaals feiern können. Zehn Jahre nach der Gründung der preußischen Rheinprovinz und der Etablierung Aachens als Sitz des preußischen Regierungspräsidenten konnten die Aachener Protestanten ihren Superintendenten wählen.
Preußen, seine Bürger sind vorwiegend protestantisch und evangelisch, ein Staat, dessen Eliten sich den Forderungen der in der Reformation und dem Humanismus wurzelnden Aufklärung verpflichtet fühlten und sich den Möglichkeiten naturwissenschaftlicher Forschung und der Technik in Handwerk, Manufaktur und Industrie in besonderer Weise aufgeschlossen zeigten, setzte neue Impulse für die weitere Entwicklung der alten Kaiserstadt. Preußischer Liberalismus und Protestantismus führten in Aachen zur Gründung der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule und im gleichen Jahr, und denselben Ideen verpflichtet, zur Gründung der Evangelischen höheren Töchterschule.
Mit der Anfrage an die preußische Kronprinzessin Victoria, Tochter der englischen Königin und Gattin des nachmaligen preußischen Königs und deutschen Kaiser Friedrich III., ob die Schule ihren Namen tragen dürfe, machten die Gründungswilligen deutlich, wo sie ihre geistigen, religiösen und politischen Wurzeln sahen. Victoria war im östlichen Teil Preußens, im Land der ostelbischen Junker nicht sonderlich beliebt; zu sehr war sie den liberalen Ideen des Vormärz verpflichtet, die sie und ihr Mann von ihrem deutschen Vater, Prinz Albert, übernommen hatte und ihnen ein Leben lang treu blieben. Victoria hat offenbar gerne den Wunsch der Aachener evangelischen Gemeinde angenommen, deren Schule ihren Namen zu geben. Sie ließ ihre Söhne „mit einem gründlichen Ekel und einer wahren Abscheu vor den verderblichen und lächerlichen Grundsätzen der Reaction“ erziehen. Und sie war bekannt für ihr „warmes Interesse für die Ausbildung, die Förderung und Hebung des eigenen Geschlechtes“, für Grundsätze und Ideen also, deren kritischer, liberaler, moderner Geist in anderem Gewande und unter veränderten Bedingungen die Viktoriaschule auch heute noch, auch in Diskurs und Konkurrenz mit elf weiteren staatlichen und privaten Gymnasien, drei Gesamtschulen und einigen weiteren berufsbildenden Schulen, auszeichnet und ihr einen wichtigen Platz in der Schullandschaft Aachens gibt.
Jedenfalls taten die Verantwortlichen der im Laufe der Zeit wechselnden Träger der Schule in Gemeinde, Kreis und Land gut daran, allen Zeitströmungen zum Trotz und in wachem Erinnern an Ideen und Geisteshaltung der ersten Schirmherrin diesen Namen der Schule bis heute nicht in Frage zu stellen.

 

Innenhof der Viktoriaschule

(Bild 2: Der Innenhof der Viktoriaschule)


II. Die Stadt und ihre Schule

Die Viktoriaschule ist ein Gymnasium für Jungen und Mädchen in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland. Als „Ersatzschule“ unterliegt sie der staatlichen Schulaufsicht, sie ist staatlich anerkannt, ihre Abschlüsse kommen jenen einer staatlichen Schule gleich. Als „Ersatzschule“ hat sie freilich einen größeren Spielraum für ihr pädagogisches Handeln in Unterricht und Erziehung, als es staatliche Schule haben. Getreu ihrer Gründungsgeschichte ist die Viktoriaschule im Gegensatz zu den mehr auf einzelne Stadtteile bezogenen anderen Gymnasien auch heute noch vor allem eine Wahlschule mit einem weitem Einzugsbereich in Stadt und Kreis. Aus diesen Bereichen besuchen heute etwa 800 Schülerinnen und Schüler die Schule. Die jährlichen Anmeldungen übersteigen seit Jahren die Aufnahmekapazität. Der in den fünfziger Jahren nach der Auflösung der Schule schon in frühen Jahren der nationalsozialistischen Diktatur am westlichen Stadtrand inmitten der preußischen Erweiterungen der Stadt errichtete Neubau der Schule – bezeichnenderweise und getreu dem Herkommen ihrer Gründer auf dem Gelände einer ehemaligen Eisenwaren- bzw. Tuchfabrik in Sichtweite eines Eisenbahnviaduktes und der evangelischen Dreifaltigkeitskirche – bietet nur für drei Züge Platz. Seit Jahren müssen Anmeldungen von mehr als einer Klasse abgewiesen werden. Anders als in vergleichbaren Schulen Aachens ist das Lehrerkollegium von etwa 60 Lehrerinnen und Lehrern recht jung, zumal in den letzten Jahren mindestens die Hälfte des Kollegiums infolge von Pensionierungen und der Erweiterung des Fächerkanons „aufgefrischt“ worden ist.
Seit ihren Anfängen ist die Viktoriaschule offen für alle Glaubensrichtungen, aber auch für bekenntnisfreie Kinder; verbindlich freilich ist für sie die Teilnahme am evangelischen bzw. katholischen Religionsunterricht. Jüdische Kinder nehmen am Religionsunterricht der Synagoge teil. Die Schule ist ebenso offen für alle Migrantenkinder, ihre Zahl ist so groß, dass die geistigen Grundlagen der Schule, liberales Denken und Toleranz gegen Andersdenkende und -gläubige, lebendig erhalten und gefördert wird.


III. Selbstverständnis und Schulprogramm

In der einleitenden Passage in unserem Schulprogramm zum Selbstverständnis der Schule heißt es:
Als kirchliche Schule nimmt die Viktoriaschule an dem Auftrag teil, die Schüler und Schülerinnen mit christlichen Werten bekannt zu machen. Die Botschaft von Jesus Christus ist Richtschnur für das pädagogische Handeln und für den Umgang aller miteinander, die am Schulleben teilhaben.


Unterricht in einer 5. Klasse

(Bild 3: Unterricht in einer 5. Klasse)


Als kirchliche Schule will die Viktoriaschule jungen Menschen im Geist der Liebe und Freiheit helfen, ihre Bestimmung als Mensch zu verstehen, ihr Leben zu bejahen und zu gestalten. Deshalb soll das Lernen offen sein für die religiöse Dimension des menschlichen Lebens. Insbesondere im für alle Schülerinnen und Schüler verbindlichen Religionsunterricht, in Morgenandachten und Gottesdiensten sollen Fragen nach dem Woher und Wohin menschlichen Existenz, nach Gerechtigkeit und Verantwortung, nach Gott und der Welt im Horizont christlich abendländischen Glaubens - und protestantisch evangelischer Bildungstraditionen bedacht werden.
Die Viktoriaschule will Schülerinnen und Schüler in ihren Begabungen und Nei-gungen fördern und ihnen vermitteln, dass Lernen als ständige Herausforderung und nie abgeschlossener Prozess menschliches Leben qualifiziert und bestimmt. Die Schülerinnen und Schüler sollen zu eigenständigem und kritischem Denken erzogen, zu verantwortlichem Handeln ermutigt und angeregt werden, ihre kreativen Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. So sollen sie fähig werden, Verantwortung für ihr Leben, für ihre Mitmenschen und für die Welt als Gottes Schöpfung zu übernehmen.


Projektarbeit

(Bild 4: Projektarbeit)

 

IV. Organisation des Schullebens

Der Unterricht an der Viktoriaschule will sowohl grundlegendes Fach- und Sachwissen vermitteln als auch die Fähigkeit wecken, eigenständig zu lernen und mit anderen zusammenzuarbeiten.
Im Rahmen der staatlichen Richtlinien und deren Umsetzung durch die einzelnen Fachgruppen ist die Qualitätssicherung und Standardisierung der Fächer oberste Richtschnur für den Unterricht in der Schule. Neben den regulären Qualitätsüber-prüfungen belegt den hohen fachlichen Standard und Anspruch der Schule die erfolgreiche Teilnahme von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen an landesweiten Wettbewerben in allen Lernbereichen.
In diesem Jahr wurden an Jan Simon (11.Jahrgangsstufe) mit einem zweiten Platz bei „Jugend forscht“ im Bereich Mathematik und Simon Peters (8.Jahrgangsstufe) für seine Gestaltung des offiziellen Plakates für den Bundesaltphilologenkongress in Köln 2004 vom Ministerpräsidenten des Landes im Rahmen der Veranstaltung „NRW talentiert“ ausgezeichnet. Vier Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe erreichten einen dritten Platz beim Landeswettbewerb „Alte Sprachen“.

 

Preisträger Simon Peters

(Bild 5: Der Preisträger mit seinem Plakat)

 

Dass Schülerinnen und Schüler bereit und in der Lage sind, ihr Lernen eigenständig zu organisieren, wird in den einzelnen Fachbereichen - auch im Hinblick auf die Realisierung im Unterricht - geübt. „Lernen lernen“ und Teamarbeit werden in eigenen „workshops“ in den Klassen wiederholt trainiert. Der Grad ihrer Beherrschung wird evident in offenen Lernformen wie Freiarbeit, Projektarbeit und Facharbeit, die  – linear aufsteigend - gemäß der Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Unterricht eingesetzt werden.

 

Lernen soll lebensnah sein und zum verantwortlichen Handeln in der Welt befähigen. Im Unterricht aller Fächer sollen die gesellschaftliche Bedeutung und der Anwendungsbezug von Fach- und Sachwissen erfahrbar werden. Lernen vollzieht sich dementsprechend nicht nur in Fächergrenzen, sondern auch in fächerübergreifenden Zusammenhängen.

 

Jenseits der geltenden Forderung, die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler in der Auswahl der Unterrichtsstoffe so weit als möglich zu spiegeln, wird in unserer Schule der Forderung „Öffnung von Schule“ in allen Stufen Rechnung getragen. Die Skala reicht von der archäologischen Feldforschung zur Vermessung einer römischen villa rustica, (Bild 6: Villa rustica) bronzezeitlichem Arbeiten, der Erkundung von Biotopen und Kläranlagen im naturwissenschaftlichen Unterricht, einer Mechanik AG, einem Historiker-Austausch mit Krakau (Bild 7: Diskussion der polnischen und deutschen Schüler in Krakau), weiterem Sprachaustausch mit England und Frankreich, fast ritualisierter Abfolge von Andachten und Gottesdiensten, Orchesterfahrten, geographischen Geländeerkundigungen bis hin zu Schreibwerkstätten. Abgesehen von diesen Bemühungen der einzelnen Fächern gilt obligatorisch für alle Klassen pro Halbjahr die Durchführung einer themenzentrierten fächerverbindenden Projektarbeit und für die Oberstufe eine MINIPROWO (Miniprojektwoche) mit einem übergreifenden Thema, zuletzt „Medienwirklichkeiten“ unter Beteiligung aller Fächer.

 

Villa rustica

(Bild 6: Villa rustica)

 

Diskussion polnischer und deutscher Schüler in Krakau

(Bild 7: Diskussion der polnischen und deutschen Schüler in Krakau)

 

Mini-Projekt-Woche: Der perfekte Mensch

(Bild 8: Mini-Projekt-Woche: Der perfekte Mensch)


Einen Schwerpunkt bildet  auch die Arbeit und Auseinandersetzung mit den neuen „Medien“.

Im schulinternen Curriculum sind Forderungen verankert, Schülerinnen und Schüler eine Medienkompetenz zu vermitteln und sie zu befähigen, kritisch mit Medien umzugehen. Die technischen Voraussetzungen für eine solche Medien-erziehung aller Schülerinnen und Schüler bieten eine Mediothek, geöffnet und betreut von Schülereltern, und zwei Computerräume für den eher fachbezogenen Unterricht.

 

Arbeiten an der Hardware

(Bild 9: Arbeiten an der Hardware)

 

Zur Medienerziehung gehören auch die Analyse von Fernsehsendungen, insbesondere von Filmen, inzwischen selbstverständlicher Bestandteil einzelner Unterrichtsfächer wie Deutsch, moderne Fremdsprachen und Gesellschaftswissenschaften. Eine eigene AG „Geschichte im Film“ (GIF) untersucht die Umsetzung von Geschichtsbildern und ihrer Ideologie im historischen Film.
Voraussetzung für einen Unterricht mit diesen Zielen ist eine enge Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer sowie die Weiterbildung des Kollegiums, die der Schule ein wichtiges Anliegen ist: Lehrende sind stets auch Lernende.
Über die individuelle fachbezogene oder pädagogische Fortbildung hinaus, die vom Staat, aber auch von der Landeskirche angeboten wird, pflegt unsere Schule die zur Karnevalszeit jährlich stattfindende kollegiumsinterne Fortbildung zu unterschiedlichen, in Lehrerkonferenzen festgelegten pädagogischen Themen. In diesem Jahr widmete sich diese Fortbildung den Fragen und Problemen der Binnendifferenzierung im Unterrichtsalltag, einer Forderung, die in Zeiten immer heterogenerer Klassen zunehmend größere Bedeutung gewinnt. Eine weitere wird sich noch in diesem Jahr mit der Evaluation des Schulprogramms im Hinblick auf das bereits für die neuen Fünftklässler eingeführte achtjährige Gymnasium und das Zentralabitur beschäftigen.

 

Für die Viktoriaschule als Gymnasium ist neben der Schülerzentrierung die Wissenschaftsorientierung ein maßgebliches Prinzip des Lehrens und Lernens. Der Unterricht soll zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken befähigen und zu einer fachlichen Bildung beitragen, die durch Komplexität und Methodenbewusstsein gekennzeichnet ist. Wissenschaftsorientierung bildet die Basis für die Entwicklung wissenschafts-propädeutischer Qualifikationen, die zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife erforderlich sind.

 

Der gymnasiale Auftrag, mit Erfolg an Universität oder Hochschule jedes Fach studieren zu können, machen die Orientierung an den wissenschaftlichen Standards und das kontinuierliche Training geistiger Fähigkeiten gemäß den abiturre-levanten Bereichen des Lernens in unterschiedlichen Fächern besonders in der Oberstufe nötig. Der Wissenschaftsorientierung kommt auch das ausdrückliche Interesse der RWTH entgegen, Schüler in Praktika und gemeinsamen Veranstaltungen mit den Arbeitsweisen der Forschung und den Prinzipien ihrer Lehre ver-traut zu machen. Seit Jahren sind Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen Schülergruppen in die wissenschaftlichen und didaktischen Bemühungen einzelner Seminare der Hochschule integriert.
Dem Anspruch, wissenschaftspropädeutische Qualifikationen zu entwickeln, kommt das im Zusammenhang mit der Oberstufenreform eingeführte „Mainzer Studienmodell“ besser entgegen als die in NRW praktizierte Regelung. Das Mainzer Modell verlangt von den Schülerinnen und Schülern mit Beginn der 12. Jahrgangsstufe die Wahl von drei Leistungskursen. Das so mögliche breitere Spektrum von Kursen und Fächern dient der Ausbildung von kognitiven Fähigkeiten und verhindert eine zu rasche materiale Spezialisierung nach jeweils aktuellen Bedürfnissen der Wirtschaft.


Im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung genießt der musische und sportliche Bereich einen hohen Stellenwert. Die Viktoriaschule bietet ihren Schülerinnen und Schülern neben dem Unterricht in Musik, Kunst und Sport mit Orchestern, Chören, Bigband, Theater-AG, Schülerzirkus und Sport-AGs vielfältige Möglichkeiten zu musischen und sportlichen Betätigungen, die in Ausstellungen, Konzerten, Aufführungen, Schul und Sportfesten ihre Höhepunkte finden.

 

Da der Schule im Sinn eines christlichen Menschenverständnisses eine ganzheitliche Erziehung oberstes Anliegen ist, bietet die Schule über den musischen und sportlichen Unterricht hinaus ein breitgefächertes Angebot außerunterrichtlicher Veranstaltungen an. Neben den im Zitat genannten Angeboten gibt es für die Schülerinnen und Schüler ein weitgefächertes Betätigungsfeld in anderen Arbeitsgemeinschaften, und zwar zu den Themen Comic, Literatur, Geschichte im Film, Mechanik und Auto, Philosophie, Malen, Hip-Hop, (Bild 10: Hip-Hop-AG) die beiden letzteren in Kooperation mit der „Bleiberger Fabrik“ (eine Institution der Jugendverbände der Gemeinschaften christlichen Lebens) in Aachen.

 

Hip-Hop-AG

(Bild 10: Hip-Hop-AG)

 

Angesichts der veränderten sozialen und familiären Lebensumstände ihrer Schülerinnen und Schüler ist die Schule vor allem bestrebt, ihnen jenseits des Unterrichtes auch Bezugspunkt zu sein und ihnen eine Behausung zu bieten. Dieser Überlegung ist die Einrichtung des sogenannten „Brutkasten“ für jüngere Schüler in der Betreuung durch ältere Schüler und in Kooperation mit der „Bleiberger Fabrik“ verpflichtet.
Darüber hinaus werden auch Überlegungen zu einem Silentium am Nachmittag für alle Interessierten im folgenden Schuljahr ins Werk gesetzt.


V. Feiertage

Gemeinsame Feste haben in der Viktoriaschule Brauch; in ihnen erlebt sich Viktoria als Schulgemeinde und Gemeinschaft. Feste haben im Schuljahr ihre festen Rhythmen und Daten.
Die Schule konzipiert ihre Feste grundsätzlich als Höhepunkt im Schulleben und als Möglichkeit zur Präsentation unmittelbar vorausgegangener Arbeit.

 

 

Schulfest

(Bild 11: Schulfest)

 

So ist auch das alle zwei Jahre stattfindende Schulfest, zuletzt unter dem Motto „Viktoria feiert“ an vorausgehende Projekttage gekoppelt.

 

Viktoria feiert

(Bild 12: Viktoria feiert)

 

Regelmäßige Konzerte als Ergebnis intensiver und erfüllter Probenarbeit, sportliche Wettkämpfe und Aufführungen der Zirkusleute und ihr „victoria-day“ am Ende des Schuljahrs nach Tagen konzentrierter Arbeit sind im Schuljahr seit Jahren schon ritualisierte Ereignisse.

 

Weihnachtskonzert

(Bild 13: Weihnachtskonzert)

 

Sportfest

(Bild 14: Sportfest)


VI. Schwerpunkte der schulischen Arbeit

Dank ihrer Verankerung in das christliche Weltbild versteht sich die Viktoriaschule als Träger und Repräsentant christlicher Werte.
Schule ist aber auch ein Politikum mit unterschiedlichen, auch schulfernen Interessen und Vorstellungen, die in immer knapperen Zeitabständen immer neue Auflagen und Verordnungen den Schulen aufzwingen.
Die Viktoriaschule sieht ihre Aufgabe darin, möglichst gelassen in der Konstanz ihrer christlichen Haltung, gleichwohl angemessen auf diese schulpolitischen Aufgaben und Forderungen zu reagieren. In diesem Bemühen hat die Viktoria-schule eigens einen Kollegen mit der Aufgabe betraut, bei der Umsetzung der staatlichen Auflagen das pädagogische Selbstverständnis und das Programm der Viktoriaschule als Grundkonstante des schulischen Handelns und Denkens zu bewahren.
Die kollegiumsinterne Arbeit dieses Jahres und des folgenden Jahres konzentriert sich um drei Schwerpunkte.

  1. Die Probleme, die staatlichen Auflagen für ein achtjähriges Gymnasium in das schulinterne Oberstufencurriculum nach dem Mainzer Studienmodell und die Gesamtstundentafel der Schülerinnen und Schüler inhaltlich und organisatorisch zu integrieren und umzusetzen, müssen rasch bewältigt werden. Die Schwierigkeiten sind freilich erheblich, da die staatlichen Auflagen und das erfolgreiche Bildungskonzept der Schule einander anzupassen sind.
  2. Die Einführung und die unterrichtliche Umsetzung des verordneten Zentral-abiturs und damit notwendige, gravierende Änderungen an einzelnen Fachcurricula und ihrem fachlichen Selbstverständnis müssen didaktisch und methodisch umgesetzt werden.
  3. Im Zusammenhang umfangreicher Renovierungsmaßnahmen hat die Landeskirche jetzt die Errichtung eines nach den Kriterien einer modernen Pädagogik dringend erforderlichen Selbstlernzentrums genehmigt. Seit langem war es der Wunsch des Kollegiums, Binnendifferenzierung und offene Lernformen unter verbesserten räumlichen Bedingungen zu praktizieren. Der nicht unerhebliche finanzielle Aufwand für die Inneneinrichtung, vor allem auch für die technische Ausrüstung des Selbstlernzentrum muss allerdings von der Schule selbst getragen werden. Neben der Verwendung des Reinerlöses des Schulfestes und anderer Spenden wird die Schule große Anstrengungen unternehmen müssen, um dieses Projekt noch in diesem Jahr zu realisieren.

Dr. Matthias Opitz

 

(aus: Schule und Kirche - Informationen zu Bildungs- und Erziehungsfragen 2005 - Heft 2)



Autor: mentjes -- 18.01.2015; 16:14:55 Uhr

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